Lesung mit Arnold Stadler in der Biberbahn

Am Sonntag, den 31. Mai, wird die Biberbahn zum fahrenden Literaturraum: Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller und Büchner-Preisträger Arnold Stadler liest während einer Zugfahrt aus seinem Werk „Die Falltorgasse oder alle Wege führen nach Rast“.

Die Lesung beginnt um 11:40 Uhr in Sauldorf und endet gegen 12:40 Uhr ebenfalls wieder in Sauldorf. Ein- und Ausstieg sind an allen Halten entlang der Strecke möglich. Natürlich können die Züge auch unabhängig von der Lesung ganz normal für Ausflüge und Fahrten genutzt werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Ein Buch über Heimat, Erinnerung und das Unterwegssein

Mit „Die Falltorgasse oder alle Wege führen nach Rast“ widmet sich Arnold Stadler einmal mehr den großen Themen seiner Literatur: Heimat, Herkunft, Erinnerung und den kleinen Beobachtungen des Alltags. Wie so oft verbindet er persönliche Geschichten mit feinem Humor, Melancholie und einem genauen Blick auf Menschen und Landschaften.

Der Titel verweist dabei nicht zufällig auf Rast bei Meßkirch – den Heimatort des Autors (heute Teil Sauldorfs). Die Region entlang der Biberbahn spielt in Stadlers Werk immer wieder eine besondere Rolle.


Einer der bedeutendsten Schriftsteller der Region

Arnold Stadler wurde 1954 in Rast geboren und zählt zu den bekanntesten Gegenwartsautoren Deutschlands. Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1999 den Georg-Büchner-Preis – die wichtigste literarische Ehrung im deutschsprachigen Raum.

Viele seiner Bücher beschäftigen sich mit dem Leben auf dem Land, mit Religion, Erinnerung und gesellschaftlichem Wandel. Dabei bleibt seine Sprache stets nahbar, humorvoll und tief mit der Region verwurzelt.


Literatur und Eisenbahn – eine besondere Kombination

Mit der Lesung im Zug verbindet die Biberbahn Kultur und regionale Mobilität auf besondere Weise. Während draußen die Landschaft des Ablachtals vorbeizieht, entsteht im Zug ein außergewöhnlicher Rahmen für Literatur und Begegnung.